Aktuelles

Die langen Schatten einer schrecklichen Zeit

Bericht von der Tagung „Völkerrecht und Massensterben. Sowjetische Kriegsgefangene in den Emslandlagern 1941-1945“ in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte Papenburg (23.-25.11.2018)

Am Freitag, den 23. November 2018, machten wir, vier Schülerinnen des Jg. 11 sowie Herr Krol, uns nach Schulschluss auf den Weg nach Papenburg, um in der HÖB ein Wochenende lang an der Tagung „Völkerrecht und Massensterben – Sowjetische Kriegsgefangene in den Emslandlagern“ teilzunehmen. Die Tagung wurde vom Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, ansässig in der Gedenkstätte Esterwegen, in Kooperation mit der HÖB organisiert.

Was treibt nun vier Schülerinnen und einen Lehrer dazu, ein ganzes Wochenende mit den Themen Gefangenschaft, Leid und Tod zu verbringen?

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Exkursion zu Bremer Museen

  • Die Leistungskurse Kunst des Gymnasiums Nordhorn in der Weserburg Bremen.

Wer sich mit Kunst intensiv und nachhaltig beschäftigen will, muss sie im Original erleben können! Im Unterricht liefern wir zwar einen breiten Überblick über dieselbe, sie wird aber durch die mediale Vermittlung auch ein Stück weit ad absurdum geführt: Beamer und Schulbücher zeigen Michelangelos Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle in der gleichen Größe wie eine winzige Radierung von Rembrandt mit den Maßen 4 x 5 cm.  Arbeitsspuren, Pinselführung, selbst die Farbigkeit sind auch bei guten Reproduktionen kaum differenziert wahrzunehmen. Also muss man zu den großen Museen fahren, um den Echteindruck zu erhalten.

Rembrandts kleinformatige, brillante Selbstporträts konnten wir am 13.12.2018 im Kupferstichkabinett der Bremer Kunsthalle bewundern, riesige Fotoarbeiten von Cindy Sherman im Kunstmuseum Weserburg. Da wir jedes Jahr mit den Leistungskursen Kunst aus den oben genannten Gründen eine – durchaus kostenintensive - Exkursion zu gut erreichbaren bedeutenden Sammlungen in Deutschland unternehmen, sind wir dem Förderkreis des Gymnasiums Nordhorn sehr dankbar, dass er über die Hälfte unserer Fahrtkosten übernommen hat. Vielen Dank dafür. (Dr. Torsten Kaufmann)

Neue Laufshirts für das Gymnasium Nordhorn!

  • Neue Laufshirts für das Gymnasium Nordhorn!

Am Freitag, dem 13. Dezember übergab Nils Kambach als Vorsitzender des Förderkreises den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Nordhorn und dem stellvertretendem Schulleiter Wolfgang Krämer fast 40 neue Funktionsshirts für die Nordhorner Meile. Unterstützt wurde die Anschaffung ebenfalls durch Intersport Matenaar. Damit verfügen wir nun über 60 Laufshirts und können bei der Nordhorner Meile 2019 auch alle größeren Läuferinnen und Läufer mit den Farben des Gymnasiums Nordhorn ausstatten. Vielen Dank dafür. (Stefan Vrielmann) 

Besuch bei Annette von Droste-Hülshoff

  • Besuch bei Annette von Droste-Hülshoff

Am 26. Oktober 2018 waren wir, die 9a und 9c des Gymnasium Nordhorn, im Rahmen der Lektüre „Die Judenbuche“ aus dem Deutschunterricht, im Rüschhaus und auf der Burg Hülshoff in Münster, dem Geburts- und Wohnhaus der Autorin Annette von Droste-Hülshoff.

Wir trafen uns um 8.15 Uhr auf dem Lehrerparkplatz und warteten dort auf unseren Bus. Nach einer eineinhalbstündigen Busfahrt erreichten wir das Rüschhaus. Dort wurden wir entsprechend unseren Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt und erhielten eine etwa einstündige Führung. Unsere Führerin stellte uns nicht nur die Räumlichkeiten an sich vor, sondern erzählte uns auch einiges über Annettes Persönlichkeit und ihre Lebensumstände, indem sie z.B. Teile von Briefen der Autorin vorlas. Außerdem erfuhren wir auch einiges über Johann Conrad Schlaun, den Erbauer des eleganten Landhauses, welches nach französischem Vorbild gebaut wurde und in welchem auch unsere Lektüre „Die Judenbuche“ entstand. Bevor wir weiter zur Burg Hülshoff gefahren sind, hatten wir noch ein wenig Zeit, um etwas zu essen und zu trinken oder beispielsweise Fotos zu machen. Nach einer weiteren kurzen Busfahrt erreichten wir den Geburtsort der berühmtesten münsterländischen Dichterin. Dort konnten wir uns auf dem Gelände frei bewegen und nutzten Audio-Guides für eine selbstbestimmte Führung. Insgesamt waren es fünf Ausstellungsräume, in denen man unterschiedlichste Dinge erfahren konnte: Wir konnten uns über die Geschichte der Burg, die Architektur, Annettes Familienleben und ihre Lebensgewohnheiten selbst informieren. Nach all den Informationen  hatten wir noch genügend Zeit, um vor allem den Garten der Burg zu erkunden, etwas zu essen und zu trinken und Fotos zu machen, bevor wir uns um 12.15 Uhr wieder im Bus versammelt haben und gemeinsam zur Schule zurückgefahren sind.

Insgesamt hat uns die Exkursion nach Münster gut gefallen. Es war sehr informativ und wir haben viele neue Eindrücke gewonnen und nicht nur einiges über Annette von Droste-Hülshoff erfahren. Uns persönlich hätte eine Führung in der Burg Hülshoff besser gefallen, aber darüber denkt jeder anders. Vielen Dank an den Förderkreis für die Finanzierung der Busfahrt. (Sophie Lübberink und Herva Novaku)

Stefanie Grenz gewinnt den Vorlesewettbewerb am Gymnasium Nordhorn

  • Die Siegerin!

Alles ist vorbereitet. Die Plakate sind befestigt, die Gestecke stehen auf den Tischen, die Stühle sind zurechtgerückt, das Mikrofon wartet auf die Leser. Die Aula des Gymnasiums ist bereit für die diesjährigen Klassensieger des Vorlesewettbewerbes.

Die Schulklingel ertönt, doch wo bleiben die Schüler? Die Ranzen stehen bereits im Vorraum der Aula! Warten! Doch da! Vorsichtig schauen die ersten Leser in den Vorraum. Eine Unsicherheit, die sich beim Vorlesen später kaum noch zeigt.

Frau Frost als Elternvertretern, Frau Büscher als Vertreterin der Stadtbibliothek, unsere Vorjahressiegerin Amelie Drechsler und die Deutschlehrerinnen Frau Focke und Frau Lindner warten bereits in der Aula auf spannende Geschichten und lebhafte Vorstellungen der mitgebrachten Romane.

Der Jury stehen am Dienstag, den 27. November, insgesamt 12 Klassensieger gegenüber, die allesamt begeistert am Vorlesewettbewerb teilnehmen. Eine unsagbare Stille begleitet das Lesen, alle hören gebannt zu und lauschen den Geschichten. Es sind Geschichten vom Teufel, der seinen Sohn auf die Erde entsendet, um das Bösesein zu lernen (Luzifer junior von Jochen Till). Von Caspar, dem sein kleiner Bruder auf mystische Weise entschwindet (Caspar und der Meister des Vergessens von Stefanie Taschinski). Und von vielen weiteren Figuren, die die Schüler fesseln und begeistern.

Souverän meistern die Schüler den Umgang mit dem Mikrofon. Sie durchbrechen die Stille schließlich durch Applaus und Jubeln. Die Aula ist erfüllt von einer freudig gespannten Atmosphäre, in der alle beieinander stehen. 

Nun ist die Jury gefragt. Nach der ersten Runde verlassen die Schüler die Aula, warten gespannt im Vorraum auf die Entscheidung. Wer darf den Fremdtext lesen? Wer hat die Chance, Schulsieger zu werden und sich somit für den Kreisentscheid zu qualifizieren?

Doch Vorlesen lässt sich nicht so einfach messen. Wir befinden uns nicht in einem sportlichen Wettkampf, bei dem Maßband und Stoppuhr sinnvolle Helfer sind. Trotzdem orientiert sich die Jury an klaren Kriterien zur Bewertung des Vorlesens. Wie sicher und flüssig liest der Leser, ist die Aussprache deutlich? Wird  eine sinngemäße Betonung und Stimmgabe umgesetzt? Ist der Vortrag atmosphärisch gut erfasst und umgesetzt? Ist die ausgesuchte Textpassage schlüssig? Stimmt die Zeitplanung? All dies sind nur einige Kriterien, die den Schülern aus den Klassenwettbewerben bereits bekannt sind. Sie haben sich intensiv und, man kann sagen, professionell vorbereitet.

Fünf Schüler kommen schließlich in die zweite Runde und begegnen nun dem neuen Roman „Die Mitternachtstür“ von Dave Eggers. Ein Text, der den Schülern noch nicht bekannt ist. Frau Hilbers, die Fachobfrau Deutsch, stellt den Roman kurz vor und führt die Leser durch ihr Vorlesen in den Roman ein. Und nun sind die Schüler gefordert. Die gekennzeichneten Abschnitte werden nacheinander gelesen und wieder erfolgt im Anschluss daran eine Pause. Die Jury berät sich, die Schulsiegerin des Gymnasiums Nordhorn für das Jahr 2018 steht schon bald fest.

Es ist eine ganz knappe Entscheidung, aber Stefanie Grenz aus der Klasse 6D kann die Jury schließlich von sich überzeugen. Sie wird das Gymnasium im nächsten Jahr beim Kreisentscheid in der Stadtbibliothek vertreten. Auch dort wird sie es hoffentlich schaffen, die Texte mit einer solchen Souveränität, Lebendigkeit und dem Gespür fürs Detail vorzulesen. Wir wünschen ihr schon jetzt viel Freude beim Lesen und besonders viel Erfolg beim Wettbewerb!

Ein herzlicher Dank geht an alle fleißigen Leserinnen und Leser aus den 6ten Klassen und an alle Deutschlehrer und -lehrerinnen, die diesen Wettbewerb so engagiert vorbereitet und gestaltet haben.  Ein weiterer Dank gilt dem Förderkreis des Gymnasiums Nordhorn, welcher auch in diesem Jahr die Büchergutscheine für alle Klassensieger finanziert hat. (Anne Hilbers)